Über uns
Als zentrale Serviceeinrichtung der LMU stellt die Universitätsbibliothek Literatur und wissenschaftliche Informationen zur Verfügung und macht diese optimal nutzbar.
Das 21. Jahrhundert ist mit dem größten Medienwandel seit 500 Jahren verbunden. Die UB gestaltet diesen Wandel aktiv. Sie ist eine zentrale Serviceeinrichtung für Forschende. Lehrende und Studierende.Dr. Klaus-Rainer Brintzinger (Direktor der Universitätsbibliothek)
Unser Bibliotheksprofil
Die Ludwig-Maximilians-Universität München ist eine der führenden Universitäten in Europa mit einem international erstklassigen Ruf. Ihre Universitätsbibliothek bietet als eine der größten und ältesten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland vielfältige Services, um diese exzellente Forschung, ausgezeichnete Lehre und das vielfältige Studium optimal zu unterstützen.
Die Universitätsbibliothek ist für die ganze Medien- und Informationsversorgung der LMU verantwortlich. Neben einem Bestand von rund fünf Millionen gedruckter Bücher und Zeitschriften stellt sie den Mitgliedern der Universität ein umfassendes Angebot an elektronischen Medien zur Verfügung. An den rund 20 Bibliotheksstandorten, immer in der Nähe der jeweiligen Fächer gelegen, bietet sie Services für Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und gestaltet Lern- und Begegnungsräume. Vor Ort und im digitalen Raum steht den Nutzerinnen und Nutzern ein breites Beratungs- und Schulungsangebot offen.
Forschende unterstützt die Universitätsbibliothek beim Publizieren ihrer Forschungsergebnisse, beim Umgang mit Forschungsdaten, bei der Digitalisierung von Dokumenten und Objekten oder in der Zusammenarbeit gemeinsamer Projekte.
Durch ihre 550-jährige Geschichte nimmt die Universitätsbibliothek, zu der seit 2021 auch das Universitätsarchiv gehört, eine besondere Verantwortung für das kulturelle Erbe wahr, die wegen der kulturhistorischen Bedeutung des wertvollen Bestandes an Handschriften und alten Drucken weit über die Universität hinausreicht. Mit regelmäßigen Ausstellungen und Veranstaltungen, aber auch durch digitale Präsentationen schlägt die Universitätsbibliothek eine Brücke zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Die UB in Zahlen
Geschichte der UB
2021
Integration des Universitätsarchivs in die UB der LMU
Das traditionsreiche Universitätsarchiv, dessen Ursprünge bis 1497 zurückreichen, wird organisatorisch in die Universitätsbibliothek integriert. Damit vereinen sich zwei historische Institutionen zu einem gemeinsamen Zentrum für schriftliches und digitales Wissen – von den ältesten Urkunden der Universität Ingolstadt bis zu modernen Forschungsdaten der Gegenwart. Mehr erfahren
2019
Vom Bücherhort zum Begegnungsraum
2019 eröffnet mit dem Philologicum die größte und heute am stärksten frequentierte Fachbibliothek der Universität. Hinter historischer Fassade entsteht zwischen Ludwig- und Schellingstraße ein wegweisender Neubau, orientiert an den Nutzerbedürfnissen: Vielfältige Lern-, Arbeits- und Aufenthaltsräume für Studierende und Forschende gewinnen an Bedeutung.
2018
Forschungsdatenmanagement als neues Produkt forschungsnaher Dienste an der UB
Ab 2018 baut die UB ihr Angebot im Forschungsdatenmanagement aus und bietet Beratung, Werkzeuge und Infrastrukturen zur Planung, Veröffentlichung und Nachnutzung von bei der Forschung entstehenden oder genutzten Daten an.
2012
Entdeckung der unikalen Waldseemüller-Karte
2012 entdecken Bibliotheksmitarbeitende während Katalogarbeiten eine einzigartige Globussegmentkarte Martin Waldseemüllers im historischen Bestand – ein Fund von weltweiter Bedeutung, weil mit dieser Karte der Name Amerika geprägt wurde
2002
Etablierung elektronischer Publikations- und Open-Access-Dienste
Zwischen 2002 und 2010 etabliert die UB systematisch elektronische Publikationsdienste: Repositorien wie Open Access LMU, elektronische Hochschulschriften, das internationale wirtschaftswissenschaftliche Fachrepositorium Munich Personal RePEc Archive (MPRA), Open Data und Open Journals werden aufgebaut und machen Forschungsergebnisse weltweit frei zugänglich.
2002
E-Books früh im Portfolio
Bereits in den frühen 2000er-Jahren baut die UB der LMU als eine der der ersten deutschen Universitätsbibliotheken ein umfassendes E-Book-Angebot auf, das die Grundlage für eine heute weitgehend digitale Informationsversorgung bildet.
1985
Aufbau des Fachbibliothekssystems
Mit der Fachbibliothek Psychologie und Pädagogik entsteht die erste von heute 14 Fachbibliotheken der LMU. Da die LMU sich räumlich zunehmend über das ganze Stadtgebiet von München ausdehnt, sorgt das Konzept der Fachbibliotheken dafür, dass die Service der Universitätsbibliothek stets in Nähe zu den jeweiligen Fakultäten angeboten werden können.
1967
Neubau der Zentralbibliothek
Die provisorische Unterbringung der Universitätsbibliothek nach dem Krieg endet erst 1967 . Im Südflügel des Hauptgebäudes und in dem ehemals von der bayerischen Bergwerks-, Hütten und Salinenverwaltung genutzten Nebengebäudes entsteht hinter der historischen Fassade ein dreigeschossiger Neubau für die Universitätsbibliothek mit zehn Magazingeschossen, zunächst mehreren Lesesälen sowie Büros für die Bibliotheksverwaltung.
1945
Kriegsschäden
Im Zweiten Weltkrieg wird die Universitätsbibliothek – wie die gesamte Universität – schwer getroffen: Rund 350.000 Bände – etwa ein Drittel des Bestandes – gehen durch Bombenangriffe verloren. Auch Bibliotheksräume und Kataloge werden zerstört. Besonders wertvolle Bestände können rechtzeitig ausgelagert werden. Die Rückführung der geretteten Bücher in das Hauptgebäude zieht sich bis 1959 hin und erfolgt unter provisorischen Bedingungen.
1826
Umzug nach München
1826 verlegt König Ludwig I. die Universität von Landshut nach München. Die Bibliothek bezieht 1840 das neu errichtete Universitätsgebäude an der Ludwigstraße. Mit wachsender Nutzerzahl und stark steigendem Bestand entstehen zu Beginn des 20. Jahrhunderts erste Erweiterungsbauten. Bereits 1925 zählt die Universitätsbibliothek mit rund 830.000 Bänden zur größten Universitätsbibliothek Deutschlands.
1800
Landshut – Verlegung und Klosterzuwachs durch Säkularisation
Nach über 300 Jahren in Ingolstadt verlegt Kurfürst Maximilian IV. Joseph (der spätere König Maximilian I. von Bayern) Universität und Bibliothek mit fast 50.000 Bänden nach Landshut. Ein entscheidender Wachstumsschub erfolgt durch die Säkularisation von 1803: Rund 57.000 Drucke und 400 Handschriften aus aufgelösten Klosterbibliotheken verdoppeln den Bestand und prägen ihn nachhaltig.
1589
Sammlungen und Ausbau der Bestände
Im späten 16. und 18. Jahrhundert wächst die Bibliothek durch zahlreiche Zusammenführungen. 1589 werden verbliebene Bestände der Artistenfakultät integriert. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 geht deren Bibliothek an die Universitätsbibliothek über. Weitere Bibliotheken, darunter Priesterseminare und die medizinische Fakultät, folgen bis 1776.
1473
Ingolstadt – Gründung von Universität und Bibliothek
1472 gründet Herzog Ludwig der Reiche in Ingolstadt die erste bayerische Landesuniversität. Ein Jahr später entsteht mit dem Aufbau einer Büchersammlung der Artistenfakultät die Keimzelle der Universitätsbibliothek. Nach erheblichen Bestandsverlusten durch Intervention der Jesuiten wird die Bibliothek unter dem Vizekanzler der Universität, Martin Eisengrein, 1473 neu gegründet und entwickelt sich zu einer humanistischen Universalbibliothek.