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Verfolgte Studierende an LMU und TUM in der NS-Zeit

02.05.2026

Ausstellung der Universitätsarchive der LMU und der TUM im Historicum

Motiv des Plakats zur Ausstellung Verfolgte Studierende an LMU und TUM in der NS-Zeit

© UB der LMU München

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Im Rahmen der Initiative „Denk mal am Ort“, die seit mittlerweile zehn Jahren in verschiedenen deutschen Städten stattfindet und die an authentischen Wohn- und Lebensorten an das Schicksal von Menschen erinnert, die im Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt, deportiert und ermordet wurden, entstand die Ausstellung "Verfolgte Studierende an LMU und TUM in der NS-Zeit", die noch bis zum 07. Juni 2026 im Historicum zu sehen sein wird.

Hintergrund

Die Universitäten gerieten früh in das Visier des NS-Regimes. Bereits am 25. April 1933 erließ es das „Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen“, das die Zulassung von Studierenden mit jüdischem Familienhintergrund regelte. Nur 1,5 Prozent der Neuimmatrikulierten durften „nichtarisch“ sein, die Quote für die gesamte Studierendenschaft einer Universität betrug 5 Prozent.

Ausstellung

In einer gemeinsamen Ausstellung im Historicum präsentieren die Archive von LMU und TUM exemplarisch die Lebenswege einiger Münchner Studierenden, darunter Konrad Bloch, Rita Galewski und Hans Lamm: Konrad Bloch, der 1964 den Nobelpreis für Medizin erhielt, musste 30 Jahre zuvor sein Vorhaben, an der THM zu promovieren, aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung aufgeben und emigrieren. Rita Galewski, die Tochter des 1933 abgesetzten Direktors der Bagdadbahn, konnte ihr Studium an der THM bis 1938 unter widrigen Bedingungen abschließen und nach Australien fliehen. Hans Lamm, der spätere Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, studierte 1932/33 an der LMU Jura. 1938 verließ er Deutschland und konnte sich in die USA retten, wo er sechs Jahre später die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm.

Termin und Ort der Ausstellung

  • Dauer der Ausstellung: 02.05.2026 – 07.06.2026
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 08 – 22 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 – 20 Uhr
  • Ort: Historicum, Foyer vor der Fachbibliothek, Schellingstraße 12, 80799 München

Ansprechpersonen

Dr. Susanne Wanninger
Universitätsbibliothek der LMU München
Leiterin des Universitätsarchivs
Abteilung Historische Sammlungen
E-Mail: susanne.wanninger@ub.uni-muenchen.de

Dr. Katrin Bäumler
Technische Universität München
Leiterin des Universitätsarchivs
E-Mail: baeumler@zv.tum.de

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