Kabinettausstellung "Das KZ Dachau in der frühen Nachkriegspublizistik (1945–1950)"
06.07.2026
Die deutschsprachige Publizistik der unmittelbaren Nachkriegszeit zum Konzentrationslager Dachau im Bestand der Universitätsbibliothek der LMU München (1945–1950)
Das Konzentrationslager Dachau bestand als Werkzeug staatlichen Terrors vom Anfang bis zum Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und damit mehr als doppelt so lange wie die anderen Konzentrationslager auf deutschem Boden. Mindestens 41.500 Häftlinge verstarben durch Mord, Gewalt, Zwangsarbeit, Hunger und Krankheiten. Unmittelbar nach der Befreiung durch Einheiten der 7. US-Armee Ende April 1945 dokumentierten Filmaufnahmen die grauenhaften Zustände im Lager, durch die das KZ Dachau weltweite Aufmerksamkeit erregte und zum namentlichen Inbegriff nationalsozialistischer Gewaltverbrechen schlechthin avancierte.
Zwischen 1945 und 1950 erschienen in den Besatzungszonen der Alliierten in Deutschland und Österreich beziehungsweise in der jungen Bundesrepublik und DDR sowie im benachbarten Ausland rund 80 deutschsprachige Monographien in vereinzelt mehreren Auflagen, die sich unter verschiedensten Aspekten mit dem Konzentrationslager Dachau befassten. Knapp die Hälfte davon hat sich bis heute im Bestand der Universitätsbibliothek der LMU München im Original erhalten. Eine Kabinettausstellung zeigt eine Auswahl dieser Werke.
Termin und Ort der Ausstellung
Dauer der Ausstellung: 06.07.2026 – 08.01.2027
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 6:30 – 24 Uhr, Samstag von 8 – 22 Uhr, Sonntag von 8 – 20 Uhr (Zugang am Wochenende nur über Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1)
Ort: Foyer Lernzentrum Geschwister-Scholl-Platz im LMU-Hauptgebäude, Gebäudeteil F, 2. Obergeschoss (F205, Ansicht im LMU Raumfinder), Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München
Ansprechperson
Dr. Sven Kuttner Universitätsbibliothek der LMU München Stellvertretender Direktor Abteilung Historische Sammlungen E-Mail: sven.kuttner@ub.uni-muenchen.de