Ausstellung "80 Jahre nach Kriegsende – Brandschutt aus dem Zweiten Weltkrieg"
02.07.2025
Diese außergewöhnliche Privatsammlung wurde der Universitätsbibliothek 2021 vermacht
02.07.2025
Diese außergewöhnliche Privatsammlung wurde der Universitätsbibliothek 2021 vermacht
© UB der LMU München
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Mitten in der Pandemie konnte im Herbst 2021 die Bibliothekshistorische Sammlung der Universitätsbibliothek der LMU München um eine geradezu einmalige Teilkollektion bereichert werden: Eine Brandschuttsammlung aus dem Zweiten Weltkrieg.
Als Angehöriger der Bedienungsmannschaft eines Flak-Geschützes im Englischen Garten erlebte Ulrich Paret (1905–1993) die Luftangriffe auf München im März 1943 aus nächster Nähe und sammelte nach einem Bombenangriff aus dem Brandschutt der Universitätsbibliothek einige angesengte, aber noch lesbare Reste von Blättern alter Drucke auf, die er sorgfältig in Heftkladden ablegte und nach Kriegsende in seinem Haus in Friedrichshafen am Bodensee über Jahrzehnte verwahrte. Dort wirkte er als Gymnasiallehrer für Geschichte, Latein und Griechisch, betrieb Heimatforschung und engagierte sich lange als ehrenamtlicher Stadtarchivar; seit 1989 war er Träger der Ehrenmedaille der Stadt Friedrichshafen.
Sein in Bayreuth lebender Sohn Friedhelm Paret vermachte diese außergewöhnliche Privatsammlung der Universitätsbibliothek der LMU München; bei der Durchsicht zeigte sich, dass sich darunter auch Überreste aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek München befinden, die der Bombenangriff vom 10. März 1943 ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen hatte.
Termin und Ort der Ausstellung
Ansprechperson
Dr. Sven Kuttner
Universitätsbibliothek der LMU München
Stellvertretender Direktor
Abteilung Historische Sammlungen
E-Mail: sven.kuttner@ub.uni-muenchen.de