Universitätsarchiv

Seit 2021 ist das Universitätsarchiv Teil der Universitätsbibliothek mit Standort in München-Freimann. Die Archivbestände werden der Wissenschaft im Lesesaal Historische Sammlungen am Standort LMU-Hauptgebäude zur Verfügung gestellt.

Adresse und Kontakt

Besucheradresse
Universitätsbibliothek der LMU München
Referat Universitätsarchiv
Edmund-Rumpler-Straße 9
80939 München
(2. Obergeschoss)
Postadresse
Universitätsbibliothek der LMU München
Referat Universitätsarchiv
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Archivbestandsnutzung
Lesesaal Historische Sammlungen
E-Mail
uam@ub.uni-muenchen.de
Telefon
+49 89 2180- 72100

Sammlungsauftrag

Das Universitätsarchiv bewahrt als Teil der Abteilung Historische Sammlungen analoges und digitales Schriftgut, audiovisuelle Medien und Sammlungen aus der Universitätsgeschichte von 1472 bis heute. Es bewertet, übernimmt, und erschließt Unterlagen aus der Universität und ihren Einrichtungen sowie Nachlässe von Universitätsangehörigen. Es gewährleistet deren geordnete Nutzung durch Forschung und Verwaltung gemäß Bayerischen Archivgesetz.

Schriftgutverwaltung / Records Management

Eine gut organisierte Schriftgutverwaltung ist entscheidend für eine rechtskonforme und effiziente Verwaltung. Mit dem Wandel hin zur elektronischen Aktenführung rückt das moderne Records Management in den Fokus – es umfasst alle relevanten Informationen, unabhängig vom Medium.

Wenn Sie dem Universitätsarchiv Unterlagen übergeben möchten, nehmen Sie bitte per E-Mail an uam@ub.uni-muenchen.de oder telefonisch unter +49 (0) 89 2180 72100 Kontakt mit uns auf. Gerne vereinbaren wir einen Termin zur Bewertung und Abholung.

Relevant sind alle Unterlagen, die im Rahmen dienstlicher Tätigkeiten angefallen sind und Verwaltungshandeln nachvollziehbar machen. Sie müssen dem Universitätsarchiv zur Bewertung angeboten werden - unabhängig davon, ob sie in analoger oder digitaler Form vorliegen.

Auch Daten, für die eine gesetzliche Löschungspflicht besteht, sind dem Universitätsarchiv anzubieten. Die Abgabe an das Archiv entspricht der Löschung (Löschungssurrogat).

Der Umgang mit E-Mails richtet sich nach ihrem Informationsgehalt. Enthält eine E-Mail relevante Informationen, etwa zur Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, gehört sie in die Akte – idealerweise in der Form, in der die Akte geführt wird: ausgedruckt bei Papierakten oder digital bei elektronischen Akten. E-Mails ohne dauerhaften Wert, wie z. B. Terminabsprachen, müssen hingegen nicht veraktet werden.

Die Mitarbeitenden der abgebenden Organisationseinheit können selbstverständlich weiterhin Einsicht in ihre Unterlagen nehmen. Bei Bedarf ist auch eine Ausleihe möglich, falls die Akten für Verwaltungszwecke erneut benötigt werden. Bereits archivierte Unterlagen dürfen jedoch nicht mehr verändert werden.

Archivgut unterliegt gesetzlichen Schutzfristen und ist in der Regel für mindestens 30 Jahre nach Aktenabschluss gesperrt – in bestimmten Fällen auch länger. Erst nach Ablauf der Schutzfrist ist der Zugriff für Dritte möglich.

Geschichte des Universitätsarchivs

  1. Blick ins Magazin des Universitätsarchivs
  2. Schwere Kriegsschäden am LMU Hauptgebäude, Fotografie (Universitätsarchiv)
  3. LMU-Hauptgebäude Grundriss, Erdgeschoss 1912 (Beilage zum Band „Domus Universitatis“ (0015/WU 8 16-7548))
  4. Rektorenporträt Hermann von Grauert
  5. Aus den „Annales Ingolstadiensis Academiae“ von Valentin Rotmar betreffend die Einrichtung des Universitätsarchivs 1497

Nach dem Zusammenbruch des Archivbetriebs 1946 begann acht Jahre später der mühsame Wiederaufbau – inklusive der Rückführung der ausgelagerten Bestände und ihrer Neuordnung.1954 bekam das Archiv erneut Räume im Universitätshauptgebäude zugewiesen. Seit 2008 befindet es sich in Freimann. Dort sind die Bestände, die in den vorangegangenen Jahrzehnten stark angewachsen und auf mehrere Standorte verteilt worden waren, erstmals wieder an einem Ort vereint.

© UB der LMU München

Der Zweite Weltkrieg bedeutete einen tiefen Einschnitt für das Universitätsarchiv. Zwar rettete der damalige Archivvorstand Götz von Pölnitz viele Bestände durch Auslagerung. Beim Brand von Schloss Wässerndorf, einem der Auslagerungsorte, gingen im April 1945 zahlreiche bedeutende Archivalien unwiederbringlich verloren – darunter Urkunden zur Universitätsgründung und weitere einzigartige Zeugnisse aus der Universitätsgeschichte.

© UB LMU München

Mit der Verlegung der Universität von Ingolstadt nach Landshut (1800) und von Landshut nach München (1826) zog auch das Archiv innerhalb weniger Jahrzehnte zweimal um, wobei das Archivgut zunächst teils zurückblieb. Erst mit dem neu errichteten Universitätshauptgebäude (1840) und dessen Erweiterungsbau (1911) erhielt das Archiv eigene Räume.

© UB der LMU München

Seit 1660 lässt sich eine fast ununterbrochene Reihe von Universitätsarchivaren und Archivvorständen nachweisen. Über Jahrhunderte hinweg handelte es sich dabei fast ausschließlich um Professoren, die das Archiv neben Forschung und Lehre betreuten. Lediglich von 1977 bis 2000 stand dem Archiv mit Laetitia Böhm eine Professorin vor. Mit der Eingliederung des Universitätsarchivs in die Universitätsbibliothek fiel das Amt des Archivvorstands weg.

© UB der LMU München

Das Universitätsarchiv blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon 1497 wurde ein eigener Raum geschaffen, um Urkunden, Akten und wertvolle Objekte der Universität Ingolstadt sicher aufzubewahren.

© UB der LMU München
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